Der Atom-Deal mit dem Iran – Worum geht es in Wahrheit?

Es geht um einen Erfolg für Barak Obama.
Es geht um Gas und Erdöl.
Es geht also wieder ums Geld.

Um eines ging es ganz bestimmt nicht: um Israels Sicherheit.
Um Frieden im Nahen Osten.

Aber der Reihe nach.

Am Anfang war das Versprechen. Es hatte den Namen „Change“.
Barak Obama tritt an und verspricht ganz viel. Eingelöst hat er wenig, vor allem nicht in Außenpolitik. In Afghanistan und dem Irak hinterlassen die USA nur Chaos. In Libyen kann Washington das Erstarken islamistischer Fundamentalisten nicht verhindern. In Syrien schlachtet Diktator Assad ein ganzes Volk ab. Der setzt Giftgas gegen seine Bevölkerung ein – und überschreitet damit eine „rote Linie“, die Barak Obama gezogen hatte. Doch getan hat der US-Präsident nichts. Bis heute nicht. Auch zwischen Israelis und Palästinensern wollte er mit einem Verhandlungserfolg glänzen – wieder nichts. Und nun brennt auch noch ein neuer Bürgerkrieg im Jemen – machtlos schaut man in Washington drein.
Boko Haram in Afrika, Al Quaida und ISIS, Sunniten gegen Schiiten – die USA kriegen im Nahen Osten nichts mehr geregelt, was man als Erfolg verkaufen könnte. Also brauchte Obama einen Sieg in den Verhandlungen mit dem Iran.

Die Staaten, die mit am Verhandlungstisch in der Schweiz saßen, scharren mit den Füßen, dass die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, dass der Handelsaustausch mit dem Iran endlich wieder ans Laufen kommt. Auch deutsche und US-Unternehmen sitzen längst schon wieder in den Startlöschern. Der Iran lockt mit den zweitgrößten Erdöl-und Erdgasvorkommen der Welt. Mit 78 Millionen Einwohnern wartet ein riesiger Absatzmarkt. Wer fragt da nach dem Mullah-Regime in Teheran und seinen politischen Ambitionen? Wer fragt danach, dass der Iran weltweit islamistische Terroristen unterstützt? Die Hisbollah-Milizen im Libanon, die Hamas im Gaza-Streifen, ISIS und Al Quaida? Auch das hat man beim Atom-Poker in Lausanne unter den Tisch fallen lassen. Auch das hat Obama vergessen.

Nur Israel nicht. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seit langem und besonders in den letzten Wochen mit Engelsgeduld immer wieder gemahnt: Vergesst nicht, dass alle Mullah-Regime im Iran die Vernichtung Israels beschworen haben, auch der aktuelle religiöse Führer des Iran, Ayatollah Al Khamanei erklärte, Israel von der Landkarte zu löschen.

Wer, um alles in der Welt, will es Israel verdenken, sich gegen diese erklärte Vernichtung zu wehren?

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2 Gedanken zu “Der Atom-Deal mit dem Iran – Worum geht es in Wahrheit?

  1. Warum wurde bei den wochenlangen Verhandlungen in der Schweiz, nicht ein einziges Mal vom Iran verlangt, von der Vernichtung Israels abzuschwören?
    Warum werden die einzelnen Verhandlungs-Schritte nicht gekoppelt an Zugeständnisse Teherans, den Staat Israel zu akzeptieren?
    Warum wird vom Iran nicht umgehend verlangt, die Unterstützung von islamistischen Terrororganisationen einzustellen?

    Was wollen uns die Politiker vorgaukeln? Dass der Iran urplötzlich demokratisch, tolerant und weltoffen ist?

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  2. …und wieder einmal bedarf es eines sogenannten Bauernopfers und das ist nun mal Israel. Wieder einmal sind die Interessen der Wirtschaftsgrößen USA und EU… und leider auch von Deutschland, an der Sicherung der „Erdöl- und Erdgasquellen“ wichtiger als die Sicherheit des einzigen demokratischen Staates im Nahen Osten. Ob sich Israel das gefallen lässt? Wie wird die Reaktion dieser „Welt- und Wirtschaftsgemeinschaft sein, wenn Israel trotz dieses „Obama- Erfolgsprojekts“ die Atomwaffenfabriken des Iran bombardieren? Die Folgen kann man in der Bibel lesen…

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